• Vasektomie

Die Vasektomie wird meist ambulant und unter örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose in einer urologischen Praxis durchgeführt. Der Eingriff dauert insgesamt etwa eine halbe Stunde.

Vasektomie Illustration © BZgA

Die beiden Samenleiter werden durch das entstandene kleine Loch jeweils re. und li. im Hodensack ein Stück herausgezogen und dann durchtrennt und gekürzt. Anschließend werden die losen Enden der Samenleiter durch Abbinden, verschlossen und im Hodensack zurückverlagert.

Im Hinblick auf die Verhütungssicherheit hat sich bisher keine der Methoden als besser herausgestellt.

Unabhängig von der angewandten Operationstechnik reichen nach dem Eingriff in der Regel ein paar Tage körperlicher Schonung und sexueller Enthaltsamkeit aus, um sich zu erholen. Mit Sport und körperlichem Training sollten Sie möglichst zwei Wochen lang aussetzen. Manchmal wird auch empfohlen, in dieser Zeit einen Hodenschutz (Suspensorium) zu tragen.

Als Steril gilt man, erst wenn in der Ejakulatsuntersuchungen ca. 2-4 Wochen nach der Operation keine Spermien mehr nachgewiesen werden.

Der Eingriff hat keine Auswirkungen auf die Produktion von Hormonen und Spermien in den Hoden. Da die Samenleiter durchtrennt werden, gelangen die Spermien aber nicht mehr in die Samenflüssigkeit und werden vom Körper abgebaut. Der Abbauprozess geschieht unbemerkt und schmerzlos.
Eine Vasektomie ist nicht zu verwechseln mit einer Kastration, bei der die Hoden operativ entfernt werden oder ihre Funktion hormonell unterbunden wird.