• Zusatzleistungen (IGeL-Leistungen)


Die gesetzliche Krankenkasse bietet Ihnen einen weitgehenden
Versicherungsschutz im Krankheitsfall.
Allerdings gewährleistet sie keine Rundumversorgung.

1998 wurde der Öffentlichkeit eine Liste ärztlichern Leistungen
vorgestellt, die aus medizinischer Sicht durchaus sinnvoll sind,
jedoch nicht zum Angebot der gesetzlichen Krankenkassen gehören;
die so genannten „Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL).
Die gesetzliche Krebsvorsorge umfasst nicht alle empfohlenen
Untersuchungen für eine Urologische Krebsfrüherkennung.

Die folgenden, dem wissenschaftlichen Standard
entsprechenden zusätzlichen Leistungen
sind daher zu empfehlen.

Prostata
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Jährlich erkranken daran in Deutschland etwa 60.000 und sterben etwa 12.000 Männer. Jeder 3. Mann ab dem 65. Lebensjahr könnte betroffen sein.
Die rektale Tastuntersuchung der Prostata ist ab dem 45. Lebensjahr eine Leistung der Krankenkassen aber für die Früherkennung nicht ausreichend.
Ergänzend dazu sind folgende Untersuchungen zu empfehlen:
TRUS: Transrektale Sonographie
PSA: Eine Blutuntersuchung zur Bestimmung des PSA (Prostataspezifisches Antigen)

Harnblase
Der Blasentumor ist mit jährlich etwa 30.000 Neuerkrankungen in Deutschland die zweithäufigste urologische Krebserkrankung. Als Risiken für Blasentumor gelten das Rauchen und dauerhafter Kontakt mit Chemikalien sowie Blasenkrebsfälle in der Familie.
Als Vorsorgeleistungen sind zu empfehlen:
NMP 22: Bestimmung des Nukleären Matrixproteins 22 aus dem Urin. Sie ermöglicht die frühzeitige Erkennung eines Blasentumors und erfasst auch die Tumore im Harnleiter und des Nierenbeckens.
Urinzytologie: Durch die Urin-Mikroskopie in bestimmten Techniken können krankhaft veränderte Zellen fortgeschrittener Tumore nachgewiesen werden.
Sonographie: Durch die Sonographie können größere Tumore erkannt werden.

Niere:
Jährlich erkranken etwa 20.000 Menschen an Nierenkrebs. Diese Erkrankung verursacht in frühen Stadien keine Beschwerden, und ist im fortgeschrittenen Stadium aber nicht mehr heilbar. Daher empfiehlt es sich im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung auch einen Nierencheck durchführen zu lassen.
Sonographie: Durch die Sonographie können die strukturellen Veränderungen der Niere erkannt werden.
Labor: Durch die Blutuntersuchung können die funktionellen Störungen der Nieren festgestellt werden.

Darm:
Jährlich versterben etwa 30.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Eine Darmspiegelung zur Früherkennung wird ab dem 55. Lebensjahr und eine orientierende Stuhluntersuchung ab dem 50. Lebensjahr von der Krankenkasse getragen. Das letztere ist eine unsichere Untersuchung, da die Ergebnisse durch bestimmte Nahrungsmittel verfälscht werden können. Deshalb empfiehlt sich zusätzlich:
M2-PK: Nachweis eines Enzyms im Stuhl, das typischerweise in Krebszellen aber auch in Darmpolypen (Krebsvorstufen) vorkommt.
Tumormarker: Die Hälfte aller Darmkrebserkrankungen können mit einem Tumormarker-Erhöhung einhergehen. Die Bestimmung der Tumormarker bietet weitere Sicherheiten.

Krebserkrankungen in frühen Stadien verursachen selten Beschwerden und sind meist heilbar. Dagegen sind Tumore, die durch Beschwerden entdeckt werden meistens fortgeschritten, in der Behandlung aufwändig und nicht immer heilbar. Deshalb sind Prävention und Vorsorgeuntersuchungen für den Erhalt der Gesundheit wichtig und sinnvoll. Nehmen Sie eine unverbindliche Beratung sowie die Zusammenstellung eines individuellen Vorsorgekonzeptes in Anspruch.